Die Geschichte der Stammzelle

Die Leute sagen oft: "gesund sein ist das beste Geschenk überhaupt", aber die Frage ist, wie viele Menschen auf der Erde können weiterhin so viel Glück haben. Niemand kann das Altern verhindern; Zeit vergeht und wir altern jeden Tag und damit verändern sich auch unsere Körperfunktionen und Merkmale.

Zum Beispiel:

  • Unser Gedächtnis lässt nach;
  • Falten erscheinen, da unsere Haut weniger Schweiß und Fett produziert und daher dünner und unelastischer wird;
  • Muskeln und Knochen werden schwächer;
  • Zellen sind anfälliger;
  • Unser Immunsystem ist geschwächt; der Körper hat Schwierigkeiten Krankheiten zu bekämpfen.

Der Vorteil Mensch zu sein ist es, dass wir das Leben niemals leichtfertig aufgeben. Wir haben immer die Hoffnung auf eine Lösung für unsere Probleme durch eine bessere wissenschaftliche Forschung. Das ist auch der Grund, weshalb Biologen und medizinische Wissenschaftler weltweit sehr hart arbeiten, um Hilfe und Therapien für momentan nicht heilbare Krankheiten wie Krebs, Leukämie, Diabetes und Blindheit zu finden. Stammzelltherapie ist eine der Hoffnungen der Menschheit. Einige hoffen und wünschen sich, dass Stammzellen möglicherweise alle Krankheiten heilen können. Das Ziel dieses Artikels ist es, eine Übersicht über Stammzellen zu erhalten, um sie besser zu verstehen sowie die Fortschritte der relevanten medizinischen Forschung und der Biotechnologie zu präsentieren.

 

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 Kapitel 1: Einführung Stammzellen

Zellen sind die funktionale Einheit eines Organismus. Jeder Organismus und jedes Gewebe setzt sich aus Zellen zusammen. Der menschliche Körper besteht aus spezialisierten Zellen, auch bekannt als differenzierte Zellen, wie jene in der Haut, den Muskeln, dem Blut, den Knochen, dem Herzen und dem Gehirn. Alle wirken zusammen, um ihre festgelegte Funktion auszuführen. Jedoch entstammen diese spezialisierten Zelltypen aus einem einzigen Zelltyp, der für seine bemerkenswerten Eigenschaften der Selbsterneuerung und der Fähigkeit, in jeden beliebigen Zelltyp differenzieren zu können, bekannt ist: Stammzellen.

Stammzellen sind undifferenzierte Zellen, das bedeutet, ihre Rolle im Körper ist noch nicht festgelegt. Wenn sich eine einzelne Zelle teilt und zwei Zellen formt, können diese Zellen entweder ihren undifferenzierten Zustand beibehalten und entscheiden sich eine Stammzelle zu bleiben, oder sie differenzieren in jeden beliebigen Zelltyp wie in Abb. 1 dargestellt.

TICEBA - Die Geschichte der Stammzelle - Kapitel 1 - Einführung - Abb1 - Differenzierung von Stammzellen

Abb. 1: Differenzierung von Stammzellen

 

Stammzellarten: (a) embryonal und (b) nicht-embryonal (adulte Stammzellen). Embryonale Stammzellen werden aus Embryos entnommen, die während eines normalen Befruchtungsprozesses entstehen. Der Embryo, der sich aus einer einzelnen Eizelle entwickelt, teilt sich etliche Male und bildet nach ungefähr fünf Tagen eine Blastozyste. Diese Blastozyste setzt sich aus zwei Hauptzelltypen zusammen: Trophektoderm und die innere Zellmasse, dargestellt in Abb. 2. Die Trophektodermzellen ermöglichen die Entstehung von stützendem Gewebe wie der Plazenta. Die innere Zellmasse lässt ungefähr 250 verschiedene Zelltypen des Körpers, auch bekannt als Pluripotenz, entstehen. Daraus entsteht ein neuer Mensch. Es ist diese innere Zellmasse, welche die primäre Quelle embryonaler Stammzellen darstellt. Embryonale Stammzellen sind auch im Fruchtwasser und im Nabelschnurblut zu finden. Durch die Kultivierung dieser Zellen unter kontrollierten Bedingungen im Labor ist es möglich, solche Zellen so zu stimulieren, dass sie bestimmte Zelltypen bilden. Frühere Studien (seit 1981) an embryonalen Stammzellen wurden hauptsächlich an Mausembryonen durchgeführt. Einige Jahre später, im Jahr 1998, waren Wissenschaftler inmitten vieler Kontroversen schließlich in der Lage, Stammzellen aus menschlichen Embryonen zu entnehmen und diese im Labor wachsen zu lassen. Diese Embryonen wurden während in-vitro-Befruchtungen als Teil von Unfruchtbarkeitsbehandlungen erzeugt und an die Forschung übergeben, wenn sie überzählig waren oder nicht länger gebraucht wurden.

TICEBA - Die Geschichte der Stammzelle - Kapitel 1 - Einführung - Abb2 - Bildung von embryonalen Stammzellen

Abb. 2: Bildung von embryonalen Stammzellen

 

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Adulte oder somatische Stammzellen

Sogar nach der Geburt findet man Stammzellen in spezialisierten Bereichen des Körpers wie dem Gehirn, dem Rückenmarksblut, den Blutgefäßen, der Haut, dem Knochenmark, den Haarfollikeln, der Nasenschleimhaut, dem Darm, den Lungen und der Gelenkflüssigkeit. Dies sind die nicht-embryonalen Stammzellen, bekannt als adulte oder gewebespezifische Stammzellen.

Wenn wir von Embryonen zu vollständig entwickelten Menschen heranwachsen, spielen diese Stammzellen durchgehend eine bedeutende Rolle. Sie lassen während des Wachstums all unser differenziertes Gewebe entstehen und unterstützen anschließend bei natürlicher Geweberegeneration und -reparatur, um normale Verschleißerscheinungen und Erkrankungen zu bekämpfen. Somatische Zellen sind normalerweise inaktiv, aber wenn sie gebraucht werden, beginnen sich diese Zellen bei Erhalt entsprechender Signale aktiv zu teilen. Dadurch unterstützen sie die regelmäßige Erhaltung des Körpers. Diese adulten Stammzellen können nur den Zelltyp wachsen lassen, der in dem bestimmten Gewebe vorkommt.

Es sterben beispielsweise jeden Tag Millionen roter Blutkörperchen und müssen ersetzt werden. Diese Aufgabe übernehmen Stammzellen, sogenannte hämatopoetische Stammzellen, die sich im Knochenmark befinden, dort, wo die Synthese der Blutkörperchen stattfindet. Diese Zellen können jede Art von Blutkörperchen erzeugen. Die Transplantation von jenen hämatopoetischen Stammzellen wird seit Jahrzehnten genutzt, um die Blutkörperchen bei Krebspatienten wieder aufzufüllen. Diese konstante Selbsterneuerung durch Stammzellen ist ein Bestandteil vieler Organe und Gewebe des Körpers, wie Haut, Haare und Knochen. Für die Organe die nicht einwandfrei arbeiten, verspricht die Stammzelltherapie unbegrenzte Behandlungsmöglichkeiten, die die Menschheit plagen.

News
Klinische Studien

Ab sofort haben wir Patienten für weitere klinische Studien mit allogenen ABCB5-positiven (ABCB5+) mesenchymalen Stammzellen in der Phase I/IIa für die folgenden Indikationen: chronisch venöse Ulzera (CVU), diabetische Fußulzera (DFU) und periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Weitere Informationen erhalten Sie HIER.

Erlaubnis

Nach der jüngsten Erweiterung verfügt        TICEBA neben der Erlaubnis zur Herstellung eines Humanarzneimittels gemäß §13 Absatz 1 Arzneimittelgesetz (Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln – AMG) für autologe mesenchymale Stammzellen auch über die Herstellungserlaubnis gemäß §13 Absatz 1 AMG für die Herstellung eines Arzneimittels zur Anwendung am Menschen für allogene mesenchymale sowie allogene limbale ABCB5+ Stammzellen. Weitere Informationen erhalten Sie HIER.

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